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Forellen Montagen

Die Wahl der richtigen Forellenmontage

Beim Forellenangeln ist die passende Montage oft das Zünglein an der Waage zwischen einem erfolgreichen Angeltag und leeren Händen. Da Forellen je nach Jahreszeit, Wetter und Uhrzeit sich in völlig unterschiedlichen Tiefen aufhalten, erfordert es ein flexibles und gut durchdachtes Setup.

Wer die Grundlagen der wichtigsten Techniken beherrscht, kann sich schnell an wechselnde Beißphasen anpassen.

 

Zu den wichtigsten Basis-Montagen gehören:

Die Posenmontage

"Fische sind im Mittelwasser"

 

Die klassische Posenmontage ist der absolute Allrounder am Forellenteich. Sie ist ideal, um den Köder in einer exakt festgelegten Wassertiefe zu präsentieren und lässt sich sowohl passiv (ruhend) als auch aktiv durch langsames Einholen fischen.

 

Der Aufbau (von der Rute zum Haken):

  • Gummistopper: Sitzt auf der Hauptschnur und bestimmt, wie tief der Köder hängt.

  • Pose: Das Gewicht wird nach der größe des Gewässer ausgewählt. Schwerer bedeutet weitere Würfe.

  • Gewicht: Ein Laufblei, klassiche Klemmbleie oder Glasgewicht. Gewicht ist abhängig von gewählter Pose.

  • Gummiperle: Ein kleiner Puffer, der den Knoten am Wirbel vor dem aufschlagenden Gewicht schützt.

  • Wirbel: Verbindet Hauptschnur und Vorfach und verhindert Schnurdrall.

  • Vorfach & Haken: Ein etwa 60 bis 100 cm langes Vorfach mit einem feinen Forellenhaken (Größe 6–10). Oft wird ein kleines Schrotblei aufs Vorfach geklemmt, damit der Köder schneller absinkt.

Die Pilotkugel-Montage

"Fische sind an der Oberfläche"

 

Wenn die Forellen an sonnigen Tagen oder in den frühen Morgenstunden direkt an der Wasseroberfläche stehen, ist die Pilotkugelmontage eine absolute Geheimwaffe. Oft sieht man die Fische an der Oberfläche nach Insekten schnappen. Normale Posenmontagen präsentieren den Köder dann oft zu tief. 

 

Der Aufbau (von der Rute zum Haken):

  • Wasserkugel oder vorgebleite Inline-Pose: Wird frei auf die Hauptschnur gezogen (Alternativ kann hier auch ein schwimmender Sbirolino verwendet werden).

  • Gummiperle: Ein Puffer, der den Knoten am Wirbel vor der schweren Wasserkugel oder Pose schützt.

  • Wirbel: Ein feiner Dreifachwirbel oder ein hochwertiger Tönnchenwirbel verbindet Hauptschnur und Vorfach.

  • Vorfach mit Haken: meist in einer Länge von 120 bis 200 cm.

  • Pilotkugel: Eine kleine, ovale oder runde Kugel aus Hartschaum in einer gut sichtbaren Leuchtfarbe. Sie wird direkt auf das Vorfach gezogen und lässt sich verschieben, um die exakte (sehr flache) Tiefe einzustellen. Die Pilotkugel dient als Bissanzeiger.

  • Haken & Köder: Ein feindrähtiger Forellenhaken (Größe 10 bis 4). Als Köder eignen sich Natürköder hervorragend. 

  • Tipp: Da der Wirbel bei dieser Montage langsam sinkt und somit Pilotkugel und Pose immer weiter zusammenzieht, ist es hilfreich einen schwimmenden Wirbel zu nutzen, eine zweite Pilotkugel zusätzlich direkt am Wirbel zu platzieren oder eine Schlaufe-in-Schlaufe Verbindung zu nutzen.

Die (auftreibende) Grundmontage

"Fische sind nahe am Grund"

 

Im Winter oder im Hochsommer ziehen sich Forellen oft in die tiefsten Wasserschichten zurück. Bei einer Wassertiefe von über 3 Meter wird man kaum mir einer Pose erfolgreich sein, es sei denn man hat eine sehr lange Rute. Hier ist eine auftreibende Grundmontage die bessere Wahl. Da Forellen ihre Nahrung ungern direkt vom schlammigen Boden aufsammeln, wird der Köder so montiert, dass er auftreibt und verlockend über dem Grund schwebt.

 

Der Aufbau:

  • Sinkender Spirolino oder Laufblei: Wird frei auf die Hauptschnur gezogen. Das Gewicht dient lediglich zum weiten Auswerfen.

  • Gummiperle & Dreifach-Wirbel: Wie bei den anderen Montagen als Knotenschutz und Verbindung mit Drallschutz.

  • Vorfach & Auftrieb: Auf das Vorfach wird ein kleines Schrotblei geklemmt. Dieses bestimmt dann die Höhe in der der Köder schwebt. Der Köder selbst muss auftreiben bzw. schwimmen (z.B. schwimmender Forellenteig, auftreibende Gummimaden oder eine Kombination aus Natürköder und Styroporkügelchen). 

  • Das Prinzip: Der Köder steigt vom Grund auf, wird aber durch das kleine Schrotblei gestoppt. So lässt sich exakt bestimmen, ob der Köder 10 cm, 50 cm oder 1 Meter über dem Grund schweben soll.  

  • Tipp: Mit einem sinkenden Spirolino oder Glas (Ghost), kann diese Montage auch geschleppt werden und somit aktiv geführt werden.

     

 

Vereinfachte Laufposenmontage & Einfache Grundmontage

Posenmontage
Auftreibende Grundmontage